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Nr. 569
Herrenhaus in Memmingen

Außenansicht


Außenansicht
Memmingen - ein attraktiver Standort im Süddeutschen
Das Herrenhaus derer von Künersberg im Allgäuer Naturraum Lechfeld nahe der Freien Reichsstadt Memmingen ist seit der Mitte des 18. Jahrhunderts der Familiensitz des Wiener Bankiers Jakob von Küner. Jakob Küner nutzte die merkantilistischen Bestrebungen der Memminger Stadtväter - und die beim Bau des Schlosses Künersberg gefundenen Tonerden - für seine persönlichen Ziele.
Um nach dem Bau des Familiensitzes auch noch den Grundstein für eine weit über den süddeutschen Raum hinaus bekannt gewordene Fayence-Manufaktur zu legen.

Heute versteht sich Memmingen als dynamisches Oberzentrum in Mittelschwaben, das nach wie vor auf die historisch bewährte Kaufmanns- und Handwerkertradition baut. Damit bietet die kreisfreie Stadt interessante Rahmenbedingungen und ausreichend gute Gründe, um als Wohnstandort, aber auch für eine gewerbliche Standortwahl in Frage zu kommen: Insbesondere, wenn man hohe Maßstäbe an die Anbindung an Straße, Schiene und Luftraum anlegt.

Außenansicht


Außenansicht

Leben und arbeiten an einem Ort mit lebendiger Geschichte
Künersberg - ursprünglich "Berg" - gehört verwaltungstrechnisch zur Gemeinde Memmingerberg und liegt zwischen der Stadt Memmingen und dem neuen Flughafen "Allgäu-Airport". Memmingen hat als eines der Zentren Mittelschwabens einen beachtlichen Einzugsbereich und verfügt über eine optimale Lage an einem der beiden wichtigsten Autobahnkreuze Süddeutschlands, der A7 (Hamburg-Füssen) und der A96 (München-Schweiz) sowie dem Eisenbahnknotenpunkt der Hauptstrecken München-Zürich und Norddeutschland-Allgäu. Neu ist die Anbindung an den internationalen Luftverkehr ab dem 28. Juli 2007 via Allgäu-Airport.


Das Schloß Künersberg
Das im Jahre 1742 fertiggestellte Herrenhaus derer von Künersberg ist als zweigeschossiges Rokoko-Schloß mit 11 Fensterachsen konzipiert. Der ursprünglich die Fassade markant über die gesamte Gebäudehöhe gliedernde Risalit (siehe Fayence oben) ist nicht mehr erhalten. Dieses seit dem 17. Jahrhundert typische Gestaltungselement wurde ersetzt durch eine moderne, gleichwohl aber architektonisch überzeugende Fassadengliederung.
In seiner ursprünglichen Form erhalten ist hingegen das Mansarddach, allerdings fehlen hier die 7 Gaupen, die den Dachaufbau vormals gegliedert haben. Eine Wiederherstellung der Gaupen ist - im Falle der Nutzung des Dachgeschosses - auch unter Denkmalschutz- gesichtspunkten unproblematisch.


Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Außenansicht

Sauna


Außenansicht

Zum Thema Denkmalschutz: Die kulturgeschichtliche Bedeutung des Herrensitzes Künersberg als Bauwerk des Spätbarock ist unstrittig. Den Eigentümer einschränkende Denkmalschutzauflagen bestehen indes nicht. Sinnvollerweise wird aber schließlich jeder veranwortungsvolle Eigentümer vor einem Eingriff in die historische Substanz des Bauwerks die Sachkompetenz des zuständigen BLfD (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) in Anspruch nehmen. Und sei es nur, um den Wert der Immobilie zu erhalten oder zu steigern.

Heute ist das Herrenhaus ein buchstäblich aus seinem Umfeld herausragender Solitair, dessen wesentliche stilistische Elemente, die der Memminger Baumeister Eitel Knoll vor mehr als 250 Jahren geprägt hat, die Anlage nach wie vor kennzeichnen.

Die Gebäudesubstanz
Das Bauwerk wurde in den Jahren 1741 und 1742 in Vollziegel-bauweise - also in zeittypischer, solider Bauart - errichtet.
Bauliche Änderungen und Erweiterungen wurden im Laufe von über 250 Jahren wiederholt vorgenommen, die erste unmittelbar nach der Fertigstellung im Zuge des Baus der Fayence-Manufaktur. Die vorläufig letzte 1995 bzw. 1996, als das zum Wohnheim um- gestaltete Schloss - ohne daß es diesem Zweck jemals gedient hätte - aufwendig wieder rekonstruiert wurde.
Heute kann die Anmutung der spätbarocken Anlage wieder als authentisch gelten. Dennoch genügt das Angebot an Wohn- bzw. Nutzflächen und ihre Strukturierung modernen Ansprüchen. Desgleichen die selbstverständlich zeitgemäßen haustechnischen Installationen (siehe Baubeschreibung Seiten 16 ff).

Ein gemäß den Vorstellungen eines Baumeisters des Spätbarock gestaltetes schlossartiges Bauwerk kann mit seinen ursprünglichen Grundrissanlagen zwangsläufig aktuellen Anforderungen an eine wohnwirtschaftliche Nutzung nicht entsprechen. Unter Berücksichtigung der historischen Substanz und der Statik des Gebäudes wurden daher die 2 Geschossebenen umgestaltet und mit den heute erforderlichen Funktionsräumen ausgestattet. Es entstand ein Ensemble mit rd. 600 m² Nutzfläche, das höchsten Anforderungen an Komfort und Wohnraumangebot genügt. Als sehr attraktive "Ausbaureserve" kann der bislang noch ungenutzte Dachraum gewertet werden. Vor allen Dingen wegen der für einen Ausbau sehr gut geeigneten Mansarddach-Konstruktion.


Innenansicht

Innenansicht

Küche

Küche

Wohnraum


Wohnraum


Innenansicht

Rohbau
Die für den heutigen Zustand wesentlichen Sanierungs- und Moderisierungsarbeiten fanden in den Jahren 1995 bis 1998 statt. Notwendige Mauerwerksarbeiten wurden grundsätzlich unter Verwendung von Vollziegeln ausgeführt.

Aufgehende Wände bestehen zum größten Teil noch aus dem ursprünglichen Eichenholz-Fachwerk (teilweise heute sichtbar belassen). Die Zwischendecke wird von einem Holzbalkenlager getragen, auch der Erdgeschossboden ruht auf einem Balken- lager, dessen ursprügliche Schüttung durch moderne Dämm- materialien (Perlite) ersetzt wurde.

Putzarbeiten
Die Putze wurden im Rahmen der Sanierungsarbeiten im ganzen Gebäude ersetzt. Es erfolgte ein neuer Putzaufbau unter Verwendung von Kalkzement (KP 37), Reinkalkputz (RK 38) und - wo erforderlich - mit Sanierputz.

Ausbau
Türen, Fenstertüren und Fenster sind - um moderne Wohn- und Energiestandards erfüllen zu können - in Kunststoff (weiß) mit stilistisch angepaßten Fensterteilern ausgeführt.
Nicht erhaltenswerte Parkettböden im EHG (Eßzimmer) wurden durch Lärchendielenböden (Vollholz: 2,5 cm) ersetzt.
Gleichermaßen wurde in den beiden Flügelgebäuden verfahren: Perlitedämmung und neue Vollholz-Lärchendielen ersetzen dort den alten Fußbodenaufbau.
Erhaltenswerte Holzdielen- und Riemenböden wurden im Zuge der Sanierung freigelegt, geschliffen und mit Holzöl imprägniert.


Bauausführung und Ausstattung, Haustechnik

Heizungsanlage
Zentralheizungsanlage auf Erdgasbasis mit Warmwasserversorgung.

Elektrotechnik
erneuerte ELT-Anlage in allen von der Sanierung erfaßten Räumen. ISDN-Anschluß und Installation einer Wireless-LAN mit DSL-Anschluß.

Sanitärausstattung
Die komplett erneuerten Sanitärräume sind durchgehend mit hochwertigen Armaturen (Dornbracht) ausgestattet. Das Bad im Südflügel ist im Phillip-Stark-Design gestaltet, Duschkabinen sind aus Echtglas, die Wände in Edelputz, rauh ausgeführt.

Malerarbeiten
Innen komplett erneuerter Mineralfarbanstrich. Die Fassaden wurden (im Jahre 2005) ebenfalls vollständig - mit Mineralfarbanstrich - erneuert.

Dach und Speicher
Im Rahmen der notwendigen Optimierung der Wärmedämmung wurde der gesamte Speicher mit einem zusätzlichen Balkenlager versehen, mit einer Dampfsperre ausgestattet und mit 16 cm Mineralwolle gedämmt und einer Holzschalung begehbar gedeckt.

Dachraum
Gemäß Auskunft des zuständigen Denkmalschutzamtes (BLfD) ist der bisher ungenutzte Speicher ausbaubar.
In diesem Zusammenhang könnten auch die Gaupen in der ursprüng-lichen Konstruktionsweise wiederhergestellt und zusätzlich auf der Seite des Wohngartens - also auf der straßenabgewandten Seite des Gebäudes - ein Lichtband zur optimalen Belichtung eingebaut werden.

Außenanlagen
Der ursprünglich überbaute Bereich im Osten des Gebäudes wurde umfangreich umgestaltet. Insoweit wurde also der ehemals wirtschaftlichen Zwecken dienende Hof des Anwesens in einen attraktiven Wohngarten umgestaltet. Aufgrund seiner Geschlossenheit bietet er die gewünschte private Atmosphäre für die Bewohner des Anwesens. Bestandteil der Außenanlage sind u.a. auch eine Blockhaussauna und ein Carport für 4 Fahrzeuge.

Grundriss EG
Grundriss OG


Innenansicht


Wohnraum


Wohnraum


Wohnraum

Wohnraum


Wohnraum
Baujahr: 1742

Größe des Grundstücks: 2000 m²

Wohn-/ Nutzläche: 600 m²


Kaufpreis:
Den Kaufpreis erfahren Sie auf Anfrage.
Zusätzliche Kosten entstehen dem Erwerber nicht (mit Ausnahme der ges. Erwerbsnebenkosten). Eine Provision wird dem Erwerber nicht in Rechnung gestellt.


Wohnraum

Wohnraum

Wohnraum


Bad/WC

Wohnraum


Bad/WC

Bad/WC

Bad/WC

Bad/WC

Gäste-WC

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